Faszieninzision: Warum ich einen neuen Weg in der Behandlung gehe
- Dr. med. Zhixiong Chang

- 18. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Warum ich angefangen habe, anders zu denken
In meiner Arbeit mit Patienten mit chronischen Hauterkrankungen ist mir über die Jahre etwas sehr deutlich geworden:
Viele Therapien sind gut darin, Symptome zu kontrollieren.
Aber sie verändern oft nicht die Ursache.
Ich habe immer wieder Patienten gesehen, die:
lange Therapiegeschichten hinter sich hatten
viele Medikamente ausprobiert haben
kurzfristige Verbesserungen erlebt haben
…aber nie wirklich stabil wurden.
Das hat mich dazu gebracht, eine grundlegende Frage zu stellen: Was übersehen wir möglicherweise?
Was mich geprägt hat
Durch meine Tätigkeit in der klinischen Anatomie habe ich mich intensiv mit den Strukturen des Körpers beschäftigt – insbesondere mit dem Zusammenspiel zwischen:
Faszien
Nervensystem
Gewebe
Dabei wurde mir klar, dass viele Prozesse, die wir als „Hautprobleme“ sehen, in Wirklichkeit viel tiefer entstehen.
Die Rolle des vegetativen Nervensystems
Ein zentraler Punkt, der in der klassischen Dermatologie oft zu wenig berücksichtigt wird, ist das vegetative Nervensystem.
Dieses System steuert unbewusst:
Entzündungsprozesse
Immunreaktionen
Stressverarbeitung
Geweberegulation
Wenn hier eine Dysbalance entsteht, kann der Körper dauerhaft in einem Zustand erhöhter Reaktion bleiben.
Die Haut zeigt dann nur die Folge – nicht die Ursache.
Wie die Idee zur Faszieninzision entstanden ist
Aus dieser Beobachtung heraus habe ich begonnen, neue Ansätze zu entwickeln.
Die Frage war: Kann man das Nervensystem gezielt beeinflussen?
Und wenn ja: Wie kann man das präzise und kontrolliert tun?
Die Antwort darauf war die Entwicklung einer Methode, die auf anatomischen Strukturen basiert – insbesondere den Faszien.
Was ist Faszieninzision?
Die Faszieninzision ist eine minimalinvasive Methode, bei der gezielt bestimmte Gewebestrukturen stimuliert werden.
Ziel ist es:
das Nervensystem zu beeinflussen
Spannungen zu regulieren
die innere Balance wiederherzustellen
Es geht dabei nicht darum, die Haut direkt zu behandeln, sondern die Prozesse zu beeinflussen, die dahinterstehen.
Warum dieser Ansatz anders ist
Der Unterschied liegt im Ansatz:
Herkömmliche Methode: Symptome auf der Haut medikamentös behandeln
Nun durch Faszieninzision: Regulation des vegetativen Nervensystems ohne Medikamente
Das verändert die Perspektive vollständig.
Für welche Patienten dieser Ansatz interessant ist
In der Praxis sehe ich besonders häufig:
Patienten mit Neurodermitis
Patienten mit Psoriasis
Patienten mit chronischer Akne
Patienten mit langer Therapievorgeschichte
Patienten, die als „austherapiert“ gelten
Gerade hier kann ein neuer Ansatz sinnvoll sein.
Fazit
Viele chronische Erkrankungen entstehen nicht nur an der Oberfläche.
Wenn man beginnt, die zugrunde liegenden Systeme zu verstehen und zu beeinflussen, eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Die Faszieninzision ist ein solcher Ansatz.
Wenn Sie sich mit Ihrer bisherigen Therapie nicht vollständig abgeholt fühlen und offen für neue Wege sind: Gerne erkläre ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch, ob dieser Ansatz für Sie sinnvoll sein kann.
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