Psoriasis (Schuppenflechte): Ursachen, Symptome, moderne Behandlungsmöglichkeiten und warum eine ganzheitliche Therapie entscheidend sein kann
- Dr. med. Zhixiong Chang

- vor 1 Tag
- 3 Min. Lesezeit

Psoriasis verstehen – mehr als nur eine Hauterkrankung
Die Psoriasis (Schuppenflechte) zählt zu den häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen weltweit. Allein in Deutschland sind schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen betroffen. Charakteristisch sind scharf begrenzte, gerötete Hautareale mit silbrig-weißer Schuppung, die häufig an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut oder im Bereich des Kreuzbeins auftreten.
Doch Psoriasis ist weit mehr als eine Erkrankung der Haut. Nach heutigem wissenschaftlichem Verständnis handelt es sich um eine komplexe systemische Entzündungserkrankung, bei der genetische Faktoren, das Immunsystem, Umweltfaktoren sowie verschiedene Regulationsmechanismen des Körpers zusammenwirken.
Viele Betroffene leiden über Jahre oder Jahrzehnte unter wiederkehrenden Krankheitsschüben, ohne eine nachhaltige Stabilisierung zu erreichen.
Was ist Psoriasis?
Psoriasis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, bei der sich Hautzellen deutlich schneller vermehren als bei gesunden Menschen.
Während sich die Epidermis normalerweise innerhalb von etwa 28 Tagen erneuert, verkürzt sich dieser Prozess bei Psoriasis teilweise auf nur 3 bis 7 Tage.
Dadurch entstehen:
starke Schuppenbildung
Rötungen
Verdickung der Haut
Entzündungen
Juckreiz
Schmerzen
Die Erkrankung verläuft meist schubweise und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Welche Formen der Psoriasis gibt es?
Die Erkrankung tritt in unterschiedlichen klinischen Erscheinungsformen auf.
Psoriasis vulgaris
Die häufigste Form mit typischen scharf begrenzten Plaques.
Psoriasis capitis
Befall der Kopfhaut.
Psoriasis inversa
Entzündungen in Hautfalten wie Achselhöhlen oder Leisten.
Psoriasis guttata
Zahlreiche kleine tropfenförmige Herde, häufig nach Streptokokkeninfektionen.
Psoriasis pustulosa
Seltene Form mit sterilen Pusteln.
Psoriasis-Arthritis
Etwa jeder vierte Patient entwickelt zusätzlich eine Gelenkbeteiligung.
Hierbei können auftreten:
Gelenkschmerzen
Morgensteifigkeit
Sehnenentzündungen
dauerhafte Gelenkschäden
Eine frühzeitige Diagnose ist hierbei besonders wichtig.
Welche Ursachen hat Psoriasis?
Die exakte Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Nach heutigem Stand handelt es sich um ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Genetische Veranlagung
Zahlreiche Gene erhöhen das Erkrankungsrisiko.
Hierzu gehören unter anderem Veränderungen im Bereich des HLA-Cw6-Gens.
Fehlregulation des Immunsystems
T-Lymphozyten setzen verschiedene entzündungsfördernde Botenstoffe frei.
Hierzu gehören insbesondere:
TNF-α
IL-17
IL-23
IL-22
Diese führen zu:
chronischer Entzündung
verstärkter Gefäßbildung
beschleunigter Zellteilung
Umweltfaktoren
Schübe können ausgelöst werden durch:
Infektionen
psychischen Stress
Rauchen
Alkohol
Übergewicht
Hautverletzungen (Koebner-Phänomen)
bestimmte Medikamente
Psoriasis betrifft den gesamten Organismus
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Psoriasis nicht ausschließlich eine Erkrankung der Haut ist.
Sie geht häufig mit weiteren Erkrankungen einher.
Hierzu zählen:
metabolisches Syndrom
Bluthochdruck
Diabetes mellitus
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Depressionen
Angststörungen
chronische Entzündungen
Die Haut stellt somit häufig lediglich das sichtbarste Symptom einer komplexeren Erkrankung dar.
Warum herkömmliche Therapien häufig an Grenzen stoßen
Die moderne Dermatologie verfügt heute über zahlreiche wirksame Medikamente.
Hierzu gehören:
Kortisonpräparate
Vitamin-D-Analoga
Calcineurin-Inhibitoren
Phototherapie
klassische Immunsuppressiva
Biologika
Diese Therapien können die Symptome häufig deutlich verbessern.
Dennoch erleben viele Patienten:
erneute Krankheitsschübe
notwendige Langzeittherapien
Nebenwirkungen
zunehmende Therapieresistenzen
Bei einem Teil der Betroffenen gelingt deshalb trotz moderner Medikamente keine langfristige Krankheitskontrolle.
Was können Betroffene selbst tun?
Auch wenn Psoriasis nicht allein durch Lebensstilmaßnahmen verschwindet, können verschiedene Maßnahmen wissenschaftlich sinnvoll sein.
1. Hautpflege
tägliche rückfettende Pflege
Harnstoff
Glycerin
Ceramide
Eine intakte Hautbarriere reduziert Reizungen.
2. Stress reduzieren
Psychischer Stress gehört zu den häufigsten Triggern.
Hilfreich können sein:
Meditation
Atemtechniken
Yoga
Schlafoptimierung
regelmäßige Bewegung
3. Entzündungsfördernde Faktoren reduzieren
Studien zeigen Vorteile durch:
Gewichtsreduktion
Rauchstopp
Alkoholreduktion
ausgewogene Ernährung
4. Bewegung
Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert:
Stoffwechsel
Herz-Kreislauf-System
psychisches Wohlbefinden
5. Trigger erkennen
Viele Patienten profitieren davon, persönliche Auslöser zu dokumentieren.
Hierzu gehören:
Infekte
Medikamente
Stress
Hautverletzungen
Ernährung
Unser Behandlungsansatz
In der Privatpraxis für Neurodermitis, Psoriasis und chronische Akne von Dr. med. Zhixiong Chang in Düsseldorf verfolgen wir einen ganzheitlichen, wissenschaftlich fundierten und individuell abgestimmten Therapieansatz, der moderne medizinische Erkenntnisse mit den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin verbindet.
Im Mittelpunkt stehen:
ausführliche Anamnese
individuelle Ursachenanalyse
moderne Diagnostik
ganzheitliche Betrachtung des Organismus
nicht-medikamentöse Therapiekonzepte
minimal-invasive Verfahren
langfristige Stabilisierung der körpereigenen Regulationsmechanismen
Unser Ziel besteht nicht ausschließlich darin, sichtbare Hautveränderungen zu behandeln, sondern den gesamten Organismus in seiner Regulation zu unterstützen und dadurch langfristig zu einer nachhaltigen Verbesserung der Beschwerden beizutragen.
Für Patienten mit langjähriger Krankheitsgeschichte
Viele Menschen mit Psoriasis haben bereits zahlreiche Therapien ausprobiert.
Nicht selten berichten Betroffene über:
jahrelange Krankheitsverläufe
wiederkehrende Schübe
hohe psychische Belastung
Einschränkungen der Lebensqualität
Frustration trotz intensiver dermatologischer Behandlung
Gerade für diese Patientinnen und Patienten kann eine umfassende ärztliche Neubewertung sinnvoll sein, um mögliche Einflussfaktoren erneut systematisch zu analysieren und individuelle Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Fazit
Psoriasis ist eine komplexe chronisch-entzündliche Systemerkrankung und weit mehr als eine reine Hautkrankheit. Moderne Medikamente können vielen Betroffenen helfen, erreichen jedoch nicht bei jedem Patienten eine langfristige Krankheitskontrolle.
Ein wissenschaftlich fundierter, ganzheitlicher Therapieansatz mit individueller Ursachenanalyse, konsequenter Hautpflege, Lebensstiloptimierung und einer sorgfältig abgestimmten Behandlung kann dazu beitragen, Beschwerden nachhaltig zu lindern und die Lebensqualität langfristig zu verbessern.
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